Caroline Hartge   Öffne die Fenster und Shalom. Ein Versuch über Elise Cowen
Elise Nada Cowen (1933–1962) gehörte zur New Yorker Beat Generation und schuf in diesen Kreisen unbemerkt ihr schmales poetisches Werk. Sie teilte alle Grunderfahrungen der Beat Generation – das Unterwegssein, den Drogenkonsum, die sexuelle Ungebundenheit und die bedingungslose Poetik der Existenz. In ihrer tragisch anmutenden Biographie spiegeln sich die kurzen Glücksmomente, aber vor allem die immensen Anstrengungen und die Ausgrenzung wider, denen Frauen ihrer Generation sich auf der Suche nach einem eigenen Leben stellen mußten.
Cowen entstammte der jüdischen Mittelschicht und verbrachte den größten Teil ihres Lebens in New York. Als Studentin am Barnard College lernte sie die spätere Joyce Johnson kennen, die ihr in ihrem Werk ein literarisches Denkmal als minor character setzen sollte. Auch andere Autoren aus Cowens Bekanntenkreis hielten ihren flüchtigen Eindruck von ihr in literarischer Form fest, darunter Herbert Huncke und Jack Kerouac. In besonderer Weise war Cowen Allen Ginsberg verbunden, dessen letzte weibliche Partnerin sie war und dessen Kaddish sie später ins Reine schrieb. – Nach ihrem Selbstmord vernichteten Cowens Eltern den in ihrem Besitz befindlichen Teil ihrer nachgelassenen Papiere. Eine Handvoll der dreiundachtzig Gedichte, die diesem Übergriff entgingen, veröffentlichten Cowens Freunde postum.
Mit dem vorliegenden Band versucht Caroline Hartge eine erste umfassendere Annäherung an diese Dichterin.

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